Studieren auf Kredit – Ist ein Studium auf Pump zu empfehlen? – Pro und Contra

600 bis 1100 Euro pro Monat kostet ein Studium, im Monat – je nachdem. Wenn wir von monatlichen Kosten von 700 Euro ausgehen, dann kosten fünf Jahre Studium 42 000 Euro, etwaige Kreditzinsen noch nicht eingerechnet.

Bafög und Studieren – eine gute Sache

Seit 45 Jahren gibt es das Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) zur staatlichen Unterstützung von Schülern und Studenten. Ziel sind bessere Bildungschancen und mehr Bildungsgerechtigkeit – so liest man es auf der Homepage von Bafög. Je nach Einkommenssituation der Eltern können Studierende auf Antrag bis zu derzeit 735 Euro im Monat erhalten. Diese Unterstützung wird allerdings teilweise als Darlehen gewährt.

Bafög an sich ist nicht schlimm

Lomonossow-Universität in Moskau - Hochschulstudium in Russland
Lomonossow-Universität in Moskau

Wer sein gesamtes Studium innerhalb der Regelstudienzeit beendet und allein mit den Bafög-Mitteln auskommt, der muss nach aktuellem Stand maximal 10000 Euro zurückzahlen, und das auch erst circa fünf Jahre nach “Ende der Förderungshöchstdauer” in kleinen Raten von 105 Euro im Monat. Das ist gut zu verkraften.

Zusätzliche Darlehen können zum Problem werden

Teuer wird es allerdings, wenn das Bafög-Darlehen nicht ausreicht, wenn etwa die Regelstudienzeit überschritten wurde und noch zusätzliche Kredite aufgenommen werden müssen. Es schlagen kräftige Zinsen zu Buche und die Banken möchten ihr Geld schnell zurück. Da schnappen einige Berufsanfänger trotz gutem Job gehörig nach Luft, wenn sie oft fünfstellige Summen innerhalb von kurzer Zeit zurückzahlen sollen.

Die Stellensituation nach dem Uni-Abschluss

Nicht jeder Uni-Absolvent findet gleich nach dem Abschluss einen Job.
3,5 Monate dauert es im Schnitt, bis ein Hochschul-Absolvent im Berufsleben Tritt fasst und eine Stelle findet. Bei manchen dauert es auch deutlich länger, bis zu einem Jahr sind keine Seltenheit. Dann tut es um so mehr weh, wenn man sich mit etlichen Schulden im Nacken irgendwie über Wasser halten muss und ständig Absagen bekommt.
Die gute Nachricht allerdings: Etwa 95% aller Uniabsolventen bekommen früher oder später eine Anstellung – von den erwähnten anfänglichen Startschwierigkeiten abgesehen.

Unser Rat: so wenig Schulden wie möglich – Tipps

Ludwig-Maximilians-Universität München: An der LMU kostet ein Studium viel Geld
Ludwig-Maximilians-Universität München – Studieren in München ist sehr teuer

Findet heraus, ob der gewünschte Studiengang auch als duales Studium angeboten wird. Denn da gibt es von Anfang an eine Ausbildungsvergütung. Und ihr findet nach dem Abschluss auch schneller euren ersten Job.

Entscheidet euch nur dann für ein Studium auf Pump, wenn ihr vorher ein paar Punkte wesentliche geklärt habt:

a) Seid ihr absolut sicher, dass ihr genau diesen Beruf und keinen anderen anstrebt? Mehr zum Thema Traumberuf finden.

b) Fühlt ihr euch sicher, dass ihr die Anforderungen im Studium bewältigen werdet?

c) Habt ihr genau recherchiert, dass Absolventen mit eurem angestrebten Abschluss auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, und zwar dann, wenn ihr mit dem Studium fertig seid?

Wenn ihr a) bis c) mit einem klaren “ja” beantworten könnt, spricht vieles dafür, dass ihr euer Studium zügig durchziehen werdet und mit den Bafög-Mitteln auskommt.

Versucht schon während eurer Schulzeit und während des Studiums durch Nebenjobs und Praktika möglichst viel dazu zu verdienen. Lebt gleichzeitig möglichst sparsam. Versucht den Schuldenberg so gering wie möglich zu halten.

Geheimnisse reicher und erfolgreicher Menschen

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Mit Bafög und Kredit das Studium finanzieren – Fazit

Ein Studium auf Kredit kann dann sinnvoll sein, wenn man mit guten Berufsaussichten belohnt wird und wenn man für das Studiums mit den Bafög-Mitteln auskommt. Die Studierenden sollten es jedoch unbedingt vermeiden, weitere Schulden anhäufen. Denn dann schlägt oft ein unangenehm hoher Zinssatz zu Buche und er lauern baldige Rückzahlungsfristen und hohe Raten.

Viel mehr Spaß macht es, wenn man mit dem Start ins Berufsleben bereits den eigenen Wohlstand aufbauen kann. Mehr dazu:

Ab in den Wohlstand – zehn Tipps für Berufseinsteiger


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